Wie funktioniert ein Joystick?

Wie funktioniert ein Joystick?
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Der Joystick zählt zu den beliebtesten Steuergeräten, wenn Sie ein Flugzeug am PC navigieren oder eine Runde Fußball spielen wollen. Er kann sich in vier oder mehr Richtungen bewegen lassen. Das hängt von seinem Aufbau ab, wobei man hier grundsätzlich zwei Varianten unterscheidet.


Digitaler Joystick vs. Analoger Joystick

Digitale Joysticks basierten zunächst auf Metallzungen, welche den Ausschlag gemessen haben, um daraus die gewünschte Bewegungsrichtung abzuleiten. Heute nutzt der Steuerknüppel wahlweise vier optische oder elektrische Signalgeber. Mikroschalter leiten den Befehl an den Computer weiter.

Diese einfachen Geräte erfassen nur den Zustand „aus“ und „an“. Soll heißen, dass ein digitaler Joystick den Neigungswinkel nicht beachtet. Somit sind keine Feinabstimmungen möglich. Sie kommen bei einfachen Spielen und Simulationen zum Einsatz, wo eben diese Präzision nicht benötigt wird. Somit verarbeiten die Joysticks auch nur 2 Bit an Informationen und benötigen keine zusätzliche Stromversorgung. Eine diagonale Richtung erkennt der analoge Joystick durch die entsprechende Software oder Hardware, indem zwei Kontakte miteinander als aktiviert erkannt werden.

Ganz anders die analogen Joysticks. Diese messen unter anderem auch den Auslenkungswinkel und eben nicht nur die eingeschlagene Richtung. Dafür besitzt er entweder ein Potentiometer oder einen optischen Sensor. Manche Geräte messen auch die magnetische Feldstärke, um somit eine präzise Bestimmung des Joysticks ermitteln zu können. In der Regel sind es dann schon 8 Bit, die hier zum Einsatz kommen. Daraus ergeben sich 256 mögliche Zustände pro Achse. Noch präziser sind analoge Joysticks mit 16 Bit, also 65.536 mögliche Zustände.

Neben den zwei Achsen für rechts/links sowie hoch/runter, verfügen moderne Joysticks auch noch über die Z-Achse. Durch Drehen des Joysticks, kann der Spieler noch mehr Manöver ausführen. Dies kommt vor allem beim Fliegen zum Tragen.


Was ist besser – digitaler oder analoger Joystick?

Bei den ersten Konsolen war ein analoger Joystick noch vollkommen ausreichend. Niemand suchte nach der absoluten Perfektion als Kampfpilot oder Rennfahrer. Heute sieht das schon anders aus und weil die Spiele immer komplexer werden, muss auch der Joystick schritthalten können. Sie kommen also gar nicht mehr um einen analogen Joystick herum.

Sie sollten also beim Kauf eines Joysticks darauf achten, ob dieser als analog oder digital beworben wird. Ebenfalls wichtig ist, dass der Joystick auf einer optischen Messung oder der Erfassung eines Magnetfeldes pro Achse basiert. Beide Varianten verschleißen so gut wie nie, was die Lebenszeit des Joysticks ungemein erhöht. Verzichten Sie auf ein Potentiometer, auch wenn sich die Bezeichnung in der Produktbeschreibung cool liest.

Zusätzliche Funktionen: Schubregler & Force Feedback

Und nun gibt es noch drei interessante Zusätze, welche Ihnen je nach Spielgenre, einen besseren Adrenalinkick geben.

Schubregler:

Bei einfachen Joysticks ist dieser in der Basis integriert, professionelle Modelle besitzen eine separate Einheit. Ideal für ein realistisches Gefühl beim Fliegen. Teilweise lassen sich damit auch Rennsimulationen sehr gut steuern, wobei der Schubregler dann die Beschleunigung des Fahrzeugs regelt. Versuchen Sie vor dem Kauf eines Joysticks mit Schubregler herauszufinden, ob dieser mit Ihren bevorzugten Spielen kompatibel ist. Entweder macht der Hersteller dazu klare Angaben oder Sie finden wenigstens ein paar Erfahrungsbericht zu „Joystick XY + Spiel Z kompatibel“.

Force Feedback:

Analoge wie digitale Joysticks können ein Force Feedback besitzen. Hierbei sind ein bis zwei Motoren im Gerät verbaut, welche eine starke Vibration erzeugen. Diese kommt bspw. unter Beschuss oder bei heftigem Gegenwind zum Einsatz. Das Force Feedback reagiert auch darauf, wenn Sie ein Tor geschossen oder den Basketball im virtuellen Korb versenkt haben.

Für die Vibration sorgen Elektromotoren oder hydraulische bzw. pneumatische Zylinder. Letztere sind sehr beliebt, um ein hochsensibles und starkes Widerstandsgefühl bei Flugsimulationen zu erzeugen.

Funktionstasten:

Bei professionellen Joysticks können Sie zudem noch über ein paar extra Tasten befehlen. Diese sind in der Basis rund um den Joystick bzw. dem Schubregler integriert. Belegen Sie diese Funktionstasten im Menü des jeweiligen Spiels. Weisen Sie bspw. Kombinationen zu, für die Sie normaler Weise mehrere Tasten benötigen. (Funksprüche, Flugmanöver, Trickschüsse etc.)


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